Aufgabenstellung

Recherchieren Sie zu einem der vorgeschlagenen Urban Gardening-Projekte (M9) und bereiten Sie einen Kurzvortrag vor, in dem sie Arbeitsweise, Motivation und Zielsetzung des jeweiligen Projektes herausstellen.

Lösung (Thema Allmende-Kontor)

In Berlin auf dem Tempelhoferfeld befindet sich der Gemeinschaftsgarten Allmende-Kontor. Es wurde 2010 von als Initiative von 13 Gründerinnen gegründet. Die Gartengemeinschaft ist selbstorganisierend und zählt mehr 250 Hochbeete mit über 500 Mitgliederinnen.
Seit dem 05. Juni 2014 gibt es den Verein „Gemeinschafts-garten Allmende-Kontor e.V.“. Das Allmende Kontor trägt sich durch den eigenen Verein selbst und wird durch Spenden unterstützt. Durch das jahrelange Engagement von Aktivist*innen konnte so das Allmende-Kontor entstehen.

Das Allmende-Kontor verfolgt die Vision einer „Stadt für alle“. Motivation ist es, einen Raum zu fördern und zu schaffen, abseits zur Konsum-, Wachstums- und Wegwerfgesellschaft. Biologische und soziale Diversität sowie die Selbstversorgung sollen durch das Projekt gefördert werden. Durch den Garten würden neue grüne Orte und Zugänge zur Stadtnatur geschaffen und ermöglichten so eine Teilhabe an der Stadtgestaltung.
Das Allmende Kontor ist der Auffassung, dass Stadtgärten viele Dinge fördert, wie zum Beispiel die Selbstorganisation, die gesunde Ernährung, Dir Kommunikation und Kooperation zwischen den Gärtner*innen und auch der Verwaltung, Forschung und Politik. Weitere Motivation ist, ein Gegenzeichen zur zunehmenden Privatisierung des öffentlichen Raumes zu setzten und nicht zuletzt auch Werte für die Stadt so zu bewahren.
Es wird von dem Verein darauf hingewiesen, dass Gemeinschaftsgärten auch ein Schutzraum für Menschen in Not darstellen.
Der Verein des Almende Kontor sieht den Bestand der Gärten jedoch als bedroht und unterstützt deshalb urbane Gemeinschaftsgärten sowohl in Berlin als auch über die Grenzen Berlins hinaus. Durch diese Vernetzung könne man voneinander lernen, einander helfen und als eine vielfältige Bewegung für urbane Gärten ein- und auftreten. Dadurch kann eine Kooperation in der Stadtentwicklung entstehen.
Die Arbeitsweise kann man „learning by doing“ nennen. Das gemeinschaftliche Gärtnern im Allmende Kontor heißt auch, voneinander lernen und sich austauschen. Auf Chemikalien (Dünger und Spritzmittel) soll verzichtet werden. Es wird zum dem sparsamen Umgang mit Ressourcen (wie zum Beispiel Wasser) angehalten.
Zur besseren Organisation gibt es einen Beetplan, bei dem die Beete in Farbgruppen eingeteilt sind.
Für die Vernetzung der urbanen Gärten wird in unterschiedlicher Form vorgegangen. Innerhalb von Berlin gibt es seit 2010 ein Vernetzungstreffen, bei dem sich Aktive aus urbanen Gärten (auch Kleingärtner oder von anderen Gartenformen) alle zwei Jahre treffen. Es gibt Gespräche mit dem Senat für Stadtentwicklung und Umwelt und es wurde eine erste Gartenkarte von Berlin erstellt.
Neben den Bundesweiten Projekten zur Vernetzung gibt es auch Projekte über die Landesgrenzen von Deutschland hinaus in Europa.
Ziel ist es, mit dem urbanen Garten einem Wissensspeicher, Lernort, Gerätepool und eine Saatgutbank zu erschaffen. Es soll eine Anlauf- und Vernetzungsstelle für Gemeinschaftsgärten und urbane Landwirtschaft sein.

Link

http://www.allmende-kontor.de/