Untersuchungsergebnisse zusammengefasst

In der Abbildung 2 wird dargestellt, wo sich Kohl-, Blau- und Schwanzmeise bei der Nahrungssuche aufhalten. Es werden die Untersuchungsergebnisse der Aufenthaltshäufigkeit im Sommer und Winter wiedergegeben. Es werden sechs Bereiche angegeben: Zweigspitzen, Zweige, Äste, oberer Stamm, unterer Stamm und Boden.

Im Sommer sind die Aufenthaltshäufigkeiten nahezu identisch, am häufigsten halten sich die drei Meisenarten bei Zweigspitzen auf und am seltensten beim Boden. Bei der Abbildung ist eine gleichmäßige Abnahme der Aufenthaltshäufigkeit zu beobachten, je weiter unten sich der Bereich befindet und desto massiver (größer) der Untergrund ist.

Der einzige kleine Unterschied ist bei der Schwanzmeise zu erkennen, da sich diese noch etwas häufiger als die Anderen am oberen Stamm aufhält.

Im Winter haben die drei Meisenarten zueinander völlig unterschiedliche Aufenthaltsorte.

Bei der Kohlmeise ist die Aufenthaltshäufigkeit gespiegelt, sie hält sich nun am häufigsten auf dem Boden auf und bei gleichmäßig abnehmender Häufigkeit auf Zweigspitzen.

Genau andersherum ist es bei der Schwanzmeise Häufigkeit der Aufenthaltsorte ist nun identisch, zu denen der anderen beiden Meisenarten im Sommer, sie bevorzugt weiterhin Zweigspitzen.

Die Blaumeise befindet sich im Winter am häufigsten auf Ästen, gefolgt von Zweigen und Zweigspitzen wie auch dem Boden. Am seltensten ist sie beim unteren Stammbereich.

Verhalten der Tiere unter ökologischen Gesichtspunkten

Die sehr ähnlichen Aufenthaltshäufigkeiten der drei Meisenarten im Sommer lässt sich durch das sehr ähnliche Nahrungsspektrum in dieser Zeit begründen. Alle drei Arten bevorzugen als Beutetiere am Meisten Insekten wie Spinnen oder Raupen.

Im Winter wird die Nahrung jedoch durch Samen (ölhaltig) und Beeren ergänzt. Es ergeben sich Unterschiede. Während die Schwanzmeise relativ kleine und weiche Samen frisst, können Kohlmeisen größere und härtere Samen aufknacken. Blaumeisen können keine ölhaltigen Samen fressen, wenn diese eine allzu dicke oder harte Schale haben.

Da sich die Nahrung der Tiere im Winter unterscheidet, verändert sich auch ihr Aufenthaltsort bei der Nahrungssuche, weil sich die Nahrung vermutlich an unterschiedlichen Orten befindet. Außerdem gibt es auch Unterschiede im Körperbau die Kohlmeise ist nicht nur sehr groß, sondern auch am schwersten, von den drei Arten, unter diesen Voraussetzungen würde es den Aufenthalt in unterholzreichen Wäldern erschweren, weshalb sie sich vielleicht lieber in offenen Landschaften aufhält. Die unterschiedlichen Aufenthaltsorte sorgen auch für eine verminderte Konkurrenz.

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